Diversität

Die Universitätsallianz Ruhr setzt sich für eine Forschungslandschaft ein, die die Diversität unserer vielfältigen Gesellschaft widerspiegelt und einen Beitrag zu Innovation und wissenschaftlichem Erkenntnisfortschritt leistet.

Gemeinsame Diversitätsstrategie der Universitätsallianz Ruhr

Die Universitätsallianz Ruhr engagiert sich für eine Forschungslandschaft, die Diversität und Gleichstellung widerspiegelt. Sie repräsentiert damit unsere vielfältige Gesellschaft und leistet einen Beitrag zur Förderung von wissenschaftlicher Erkenntnis und Innovation. Ausgehend von den Partneruniversitäten erstreckt sich unser Engagement über die zahlreichen Kooperationen zwischen unseren drei Universitäten bis hin zur neu gegründeten Research Alliance Ruhr.


Unsere gemeinsamen Aktivitäten beziehen sich

I. auf die Förderung einer vielfältigen Forschungslandschaft,
II. die Förderung von Forschungsinnovationen im Bereich Gender und Diversität und
III. die Koordinierung bestehender und künftiger Maßnahmen zur Förderung und Unterstützung von Diversität und Gleichstellung.


 


© Tim Kramer/RUB

I. Förderung einer vielfältigen Forschungslandschaft
Die Diversitätsstrategie der UA Ruhr konzentriert sich auf die Verbesserung der Zusammensetzung von Forschungsgruppen unter Diversitätsgesichtspunkten sowie auf die Rekrutierung und langfristige Bindung von Early Career Researcher im Wissenschaftssystem der UA Ruhr. Die Förderung der internationalen Rekrutierung ist ein wichtiger Weg, um die Vielfalt im Wissenschaftssystem zu erhöhen.
Die Förderung von Forschungsstrukturen und -kulturen, die für internationale Forscher*innen und Early Career Researcher attraktiv sind, wird durch das Bemühen um ein diskriminierungs- und vorurteilsfreies Forschungsumfeld unterstützt.
Die Förderung der Autonomie von Early Career Researcher trägt ebenfalls zur Attraktivität der UA Ruhr in einer frühen Karrierephase bei und motiviert Wissenschaftler*innen, unabhängig von Herkunft und Geschlecht im Wissenschaftssystem der UA Ruhr zu verbleiben.
Die internationale Mobilität von Early Career Researcher verbindet die Erfahrung in einem vielfältigen wissenschaftlichen Umfeld mit der Bildung internationaler wissenschaftlicher Netzwerke.

II. Forschungsinnovationen im Bereich Gender und Diversität
Die drei UA Ruhr Universitäten sind bestrebt, mit Blick auf die Forschung zu Diversität und Gender enger zusammenzuarbeiten und die Diversitäts- und Genderforschung in Disziplinen zu fördern, in denen solche Perspektiven bisher fehlen. Aktuelle Kooperationsfelder sind Gender und Diversität in der Medizin, in den Ingenieurwissenschaften, in der Informatik sowie in der naturwissenschaftlichen Forschung mit direktem Bezug zum Menschen. Ziel ist es, die Relevanz von Gender- und Diversitätsforschung im breiten Spektrum der Disziplinen zu berücksichtigen und Gender- und Diversitätsforschung im Sinne der Gleichstellungs- und Diversitätsstandards der DFG zu fördern.

III. Zusammenarbeit bei der Förderung und Entwicklung von Vielfalt
Alle drei UA Ruhr Universitäten haben Ressourcen für die Förderung von Diversität und Antidiskriminierung bereitgestellt und sind innovativ mit Blick auf diversitätspolitische Maßnahmen. Wir beabsichtigen, diese Maßnahmen noch enger zu koordinieren, dabei voneinander zu lernen und gemeinsam koordinierte Maßnahmen zu entwickeln.

Gleichstellungspolitik in der UA Ruhr

Die in der UA Ruhr zusammengeschlossenen Hochschulen bieten Wissenschaftlerinnen beste Möglichkeiten zur Entwicklung ihrer individuellen Karrieren.

Erfolge in der Gleichstellung

Für die erfolgreiche Umsetzung ihrer Gleichstellungsstrategien sind die Universitäten der UA Ruhr mehrfach im Rahmen der Forschungsorientierten Gleichstellungsstandards der DFG und des Professorinnenprogramms des BMBF ausgezeichnet worden. Sichtbarer Ausweis erfolgreicher Gleichstellungspolitik ist der in den vergangenen zehn Jahren in der UA Ruhr stark gestiegene Anteil von Nachwuchswissenschaftlerinnen in allen Forschungs- und Lehrbereichen und ein sich ebenso dynamisch entwickelnder Professorinnenanteil.

Die Chancengleichheitsaktivitäten in der UA Ruhr sind breit gefächert, auf alle Stufen der akademischen Karriere ausgerichtet und durch verlässliche Strukturen gesichert. Gemeinsam haben die Universitäten der UA Ruhr zur Förderung von Nachwuchswissenschaftlerinnen Neuland betreten: Die Research Academy Ruhr bietet mit dem bereits seit mehr als einem Jahrzehnt bestehenden Programmbaustein mentoring³ das erste kooperativ verantwortete Personalentwicklungsprogramm für Wissenschaftlerinnen in der deutschen Hochschullandschaft und wird durch das Dual Career Netzwerk Ruhr komplettiert.

Die in der UA Ruhr etablierte Geschlechterforschung bietet eine breite wissenschaftliche Basis für die Entwicklung von Chancengleichheit und die Reflexion gesellschaftlicher Strukturen wie Prozesse unter Gender-Aspekten.

Kooperation der zentralen Gleichstellungsbeauftragten

Die zentralen Gleichstellungsbeauftragten und ihre Stellvertreterinnen treiben gemeinsam die Gleichstellung der Geschlechter als strategisches Ziel in der UA Ruhr voran und wirken Ungleichbehandlungen entgegen. Sie arbeiten eng zusammen zu aktuellen hochschulpolitischen Entwicklungen an den drei Universitäten und entwickeln standortübergreifende Aktivitäten.

Gemeinsam achten die zentralen Gleichstellungsbeauftragten auf die Einhaltung und Fortschreibung der Gender-Benchmarks in der Research Alliance Ruhr. Im Verbund bieten sie jährlich ein Training zur Durchführung geschlechtergerechter Berufungsverfahren an, das sich insbesondere an Professor*innen richtet. Für die dezentralen Gleichstellungsbeauftragten der drei Hochschulen führen sie eine Workshop-Reihe durch, die Themen wie z. B. die Rechte und Pflichten dezentraler Gleichstellungsbeauftragter, die Gestaltung geschlechtergerechter Berufungsverfahren oder Ansätze für Antidiskriminierungsarbeit im Hochschulkontext aufgreift.

Weiterführende Informationen